Hohe Auszeichnung für einen Mann der ersten Stunde: Markt Walds Altbürgermeister Helmut Hartmann zum ersten Ehrenmitglied der Regionalentwicklung Stauden ernannt – Kurzweiliger Festakt nach einer Fahrt mit der Staudenbahn

Von Walter Kleber

 

Markt Wald / Stauden | Es war eine Premiere in der 22-jährigen Geschichte der Regionalentwicklung Stauden (RES): Helmut Hartmann, der Altbürgermeister der Marktgemeinde Markt Wald (Landkreis Unterallgäu), wurde kürzlich im Rahmen einer recht ungewöhnlichen Festveranstaltung zum bislang ersten Ehrenmitglied der RES ernannt. Ungewöhnlich deshalb, weil die ganze Festgesellschaft mit einem Sonderzug der Staudenbahn nach Markt Wald angereist war. Auf dem dortigen Bahnhofsgelände standen der 82-Jährige und seine vielfältigen Verdienste um die Staudenregion anschließend einen ganzen Sommerabend lang im Rampenlicht.

Fischachs Bürgermeister Peter Ziegelmeier, der Vorsitzende der Regionalentwicklung, nannte Helmut Hartmann in seiner Laudatio einen der Gründungsväter dieser interkommunalen Idee, die ab 1996 unter dem Slogan „Die Stauden im Aufwind“ begonnen hat, die Staudenregion mit all ihren Facetten ins rechte Licht zu rücken. Heute, mehr als zwei Jahrzehnte später, zählt der langjährige Gemeindechef noch immer zum „harten Kern“ der RES-Akteure. Unermüdlich und kreativ wie am ersten Tag, so Ziegelmeier, wirkt er in „seinem“ Arbeitskreis Verkehr und Tourismus an der Umsetzung zahlreicher Ideen und Projekte mit. Dieses langjährige Engagement für seine geliebte Staudenheimat wollten die zwölf in der RES zusammengeschlossenen Städte und Gemeinden aus den Landkreisen Augsburg und Unterallgäu mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft würdigen.

In mehreren „Etappen“ wurden auf der kurzweiligen Bahnfahrt von Margertshausen nach Markt Wald die Verdienste Hartmanns für die gemeinsame Sache aufgezeigt. Robert Sturm, Bürgermeister von Ettringen, erinnerte an die Anfänge der RES, die Mitte der 1990er Jahre aus der „Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung“ hervor gegangen ist. In mehreren Arbeitskreisen wurde und wird seither mit viel Einsatz und Herzblut an einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Region gearbeitet. Dass Helmut Hartmann dabei immer die Reaktivierung der 1991 stillgelegten Staudenbahn ganz besonders am Herzen lag, daran erinnerte Gerhard Schneider, der Sprecher des Arbeitskreises Verkehr und Tourismus. Den Hut vor seinem Vor-Vorgänger zog auch Markt Walds Rathauschef Peter Wachler. Es sei heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass sich ein Mann bis ins hohe Alter ehrenamtlich für seine Gemeinde und für seine ganze Heimatregion in einem solchen Maß engagiere, wie dies Helmut Hartmann tat und immer noch tut.

Für – teils recht gehaltvolle – Erfrischungen an den Bahnhöfen in Fischach und Langenneufnach sorgten Max Gattinger mit Staudensäften der IG Streuobstwiese und Andreas Kurzweil – als Staudenhexe verkleidet – mit hochprozentigem Staudengeist. Logistische Unterstützung bei der Verköstigung der Festgesellschaft am Bahnhof von Markt Wald leisteten die Junge Mannschaft und die Zusamfunken. Die organisatorischen Fäden des Festabends liefen beim RES-Arbeitskreis Kultur und Gemeinschaft zusammen, dessen Mitglieder gemeinsam mit RES-Geschäftsführerin Claudia Schuster eine kurzweilige Feier auf die Beine gestellt hatten. Musikalische Farbtupfer steuerte eine kleine Besetzung der Oberneufnacher Musikanten unter der Leitung von Franz Huber bei. (wkl)

Zur Person Helmut Hartmann

Helmut Hartmann stand insgesamt 14 Jahre lang auf der Kommandobrücke der Unterallgäuer Marktgemeinde Markt Wald: von 1972 bis 1980 und dann noch einmal von 1996 bis 2002. Über ein halbes Jahrhundert gehörte er dem Vorstand des örtlichen Sportvereins TSV Markt Wald an, davon 24 Jahre lang als dessen Vorsitzender. Bei der Gründung des Vereins Regionalentwick­lung Stauden (RES) e.V. fungierte Helmut Hartmann an der Seite von Josef Fischer (Fischach) als stellver­tretender Vorsitzender. Helmut Hartmann hat zwei Kinder und fünf Enkelkinder. Sohn Michael ist den kommunalpolitischen Fußstapfen seines Vaters gefolgt: er ist heute der Zweite Bürgermeister von Markt Wald. Helmut Hartmann lebt mit seiner Lebenspartnerin Edeltraud Horn im Markt Walder Gemeindeteil Anhofen. (wkl)

13 Ehrung Helmut Hartmann kl

Markt Walds Altbürgermeister Helmut Hartmann (Mitte) wurde zum ersten Ehrenmitglied der Regionalentwicklung Stauden (RES) ernannt. Erste Gratulanten waren seine Partnerin Edeltraud Horn, sowie (von links) die Bürgermeister Peter Wachler (Markt Wald), Peter Ziegelmeier (Fischach) und Robert Sturm (Ettringen).

Foto: Walter Kleber

Verlängerung des Staudenmeditationswegs rückt näher

Verlängerung des Staudenmeditationswegs rückt näher

Der Verein Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V. erwägt eine Nordverlängerung des beliebten Themenweges. Aus diesem Grund wurde der Arbeitskreis Verkehr der Regionalentwicklung Stauden gebeten, einen Routen- und einen Themenvorschlag für eine neue Meditationsstation zu entwerfen. Am 5.Mai 2018 fand dann bei bestem Frühlingswetter eine Begehung statt, bei welcher der genaue Verlauf der Verlängerung festgelegt wurde. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Gessertshausen, damit die Wanderer auf dem Meditationsweg die Möglichkeit einer umweltfreundlichen Anreise haben. Weiter geht es auf einem bestehenden Wanderweg durch das Schwarzachtal bis Oberschönenfeld, von dort aus im Tal nach Döpshofen.

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