LEADER – Europäisches Förderprogramm zur Entwicklung ländlicher Räume

(Quelle: http://www.westallgaeu-bayerischerbodensee.de/index.shtml?wbf_leader)

LEADER für Einsteiger

Ein YouTube-Video erklärt einfach und verständlich, wie die Regionalentwicklungsstrategie LEADER in ihren Grundzügen funktioniert:

Was ist Leader?

Ländliche Räume in ganz Europa stehen ähnlichen Herausforderungen gegenüber: oft mangelt es an beruflichen Perspektiven insbesondere für junge Menschen, die deswegen diese Regionen verlassen. Sinkende Einwohnerzahlen führen zum Abbau von Infrastruktur und damit zu einem Verlust an Lebensqualität. Wollen ländliche Regionen sich diesen Herausforderungen stellen, brauchen sie eine auf die Besonderheiten ihrer Region zugeschnittene Strategie. Hier setzt LEADER an.

LEADER steht für Liaisons Entre les Actions de Développement de l' Economie Rurale.

Das bedeutet so viel wie „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der Ländlichen Wirtschaft“. LEADER gibt es seit 1991, nach LEADER I und LEADER II ging es mit LEADER+ (2000-2006) in die dritte Runde. Seit 2007 wird LEADER im Rahmen von ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume) umgesetzt.

LEADER ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es Menschen vor Ort ermöglicht, regionale Prozesse mitzugestalten. So kann das Potential einer Region besser für deren Entwicklung genutzt werden. Begleitet wird LEADER von sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGs).

Grundprinzipien von LEADER

LEADER kennzeichnet sich durch sieben wesentliche Merkmale:

  • Territorialer Ansatz: Lokale Entwicklungsstrategien beziehen sich auf räumlich genau abgegrenzte ländliche Gebiete. Hierbei haben die Besonderheiten der jeweiligen Region einen hohen Stellenwert und sollen zu einem eigenständigen Profil weiterentwickelt werden.
  • Bottom-up-Ansatz: Lokale Akteure erarbeiten in gemeinsamer Verantwortung ein Regionales Entwicklungskonzept, das die Besonderheiten ihrer Region verstärken soll. Sie sind aktiv bei der Auswahl an Prioritäten bzw. Projekten eingebunden.
  • Innovation: Die LEADER-Regionen haben die Möglichkeit, in ihren Projekten neue Wege zu gehen und neue Ansätze auszuprobieren.
  • Integrierte und multisektorale Aktionen: Verschiedene wirtschaftliche, soziale, kulturelle, umweltrelevante Akteure und Sektoren arbeiten sowohl bei der Erstellung der Regionalen Entwicklungsstrategie als auch bei der Planung und Durchführung von Projekten zusammen.
  • Vernetzung von Akteuren: Voneinander lernen, Information austauschen, vorhandenes Wissen bündeln, gemeinsam arbeiten - ein wichtiger Grundsatz von LEADER.
  • Kooperation: Die LEADER-Regionen haben die Möglichkeit, mit anderen (europäischen) LEADER-Regionen ein gemeinsames gebietsübergreifendes und/oder transnationales Kooperationsprojekt umzusetzen.
  • Lokale Aktionsgruppen (LAGs) als Schnittstellen: LAGs sind regionale Zusammenschlüsse privater und öffentlicher Personen und Institutionen, die den Entwicklungsprozess steuern und unterstützen, die verschiedene Akteure in der Region zusammenbringen und Anlaufstelle für Projektideen und Projektanträge sind.

Förderung

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).

 

 

 

Kontakt

Regionalentwicklung Stauden - RES e.V.

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